15. April 2013

Oh, Vienna!

"Servus" und "Grüß Gott", ich melde mich zurück - diesmal mit einem ganz besonderen Post - über Wien. Mein gespaltenes Verhältnis zu dieser Stadt hab ich ja schon öfter erwähnt und trotzdem soll es heute und in den nächsten Beiträgen nur um sie gehen.

Nicht ohne Grund. Stefanie Ramb von Krambeutel hat mich vor kurzem über Twitter gefragt, was eigentlich meine must sees für vier Tage Wien seien und mich damit spontan zu dieser Serie inspiriert. Ich warne euch gleich vor: Ich bin ein Kulturbanause und werde den Schwerpunkt meiner Empfehlungen deshalb auf meine persönlichen Highlights legen und die haben immer sehr viel mit Essen zu tun. I hope you don't mind! 

Zuerst aber ein paar allgemeine Dinge: Wien ist anders! Das ist nicht nur ein Werbeslogan, sondern wirklich so. Man spricht, isst und denkt hier schlichtweg anders als im Rest Österreichs. Die Vokale sind länger, die Schnitzel größer und auf einer Skala von grummelig bis morbid-charmant spielt das Stimmungsbarometer alle Stückerln. Macht aber nix, denn mit ein paar weißen Spritzern lässt sich auch die trübseligste Laune heiter trinken und alles wird nicht mehr so ernst genommen - dann "schauma mal", es "wird schon passen" und der Wiener Schmäh pendelt sich zwischen Derbheit, Zynismus und Selbstironie ein - aber niemals ohne leicht fragwürdige Wortkreationen und Wortspiele. 

Man darf sich also nicht wundern, wenn zwei Bissgurn in der Bim die Empfehlung aussprechen, sich brausen zu gehen und dann auch noch ein goschertes Gfrast daherkommt und den nächsten Lärcherlschaas von sich gibt. Wer sich als Zuagraster (wie ich) oder Tourist ein umfassenderes Bild  von den sprachlichen Gepflogenheiten machen will kann sich zum Beispiel in diesem Lexikon schlau machen. Auch ein Beislbesuch in einem Randbezirk kann hilfreich sein.

Ich weiß, ich weiß - ich begebe mich hier auf glattes Parkett, denn die Wiener Seele ist äußerst sensibel. Aber keine Sorge - im nächsten Post geht es abseits von Klischees um die eigentliche Kernfrage dieser Serie: Was zur Hölle gibt es zu tun in Wien?

Stay tuned - und in der Zwischenzeit bitte nicht von Lipizzanern und Fiakern träumen!



Kommentare:

  1. Oh ja, da freue ich mich schon auf Deine Tipps! Gerade die kulinarischen! Im Juni ist nämlich auch bei uns ein Wochenende Wien angesagt!
    Liebe Grüße aus Hamburg, Susanne

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  2. Jetzt pudl di net auf Hustinettenbär. Ich persönlich weiß wirklich nicht was du mit Wortspielen meinst. Dieses Konzept ist mir gänzlich fremd. In diesem Sinne - Es is wias is, da Rest ko scheißen ge.

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  4. Pass a bissl auf wosd sogst, schatze. ;-)

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