1. Mai 2013

Oh, Vienna - es leben die Gegensätze!

Willkommen beim dritten und letzten Teil meiner kleinen Serie über Wien. Diesmal mit einem Spaziergang der Gegensätze, beginnend beim Museumsquartier.

Hat man es einmal bis hierher geschafft, fängt die touristische Arbeit erst richtig an, denn die Klassiker von Prunk bis Protz stehen unmittelbar bevor. Eine größenwahnsinnige Vorahnung bekommt man bereits wenn man zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum Richtung Ring geht, nur um dann am Heldenplatz endgültig sicher zu sein: Bist du deppert, hier wurde viel Stein verbaut. Die Neue Burg deckt immerhin fast das gesamte Gesichtsfeld ab, wenn man direkt vor ihr steht. Ich lass mich von diesem Anblick durchaus gerne immer wieder faszinieren und an wärmeren Tagen kann man es sich wunderbar auf der Wiese davor gemütlich machen. Wer ein Herz für Bibliotheken hat sollte sich selbstverständlich auch die Besichtigung der Nationalbibliothek nicht entgehen lassen, die hier untergebracht ist. Der Prunksaal ist mehr als beeindruckend!

Kunst- und Naturhistorisches Museum mit Blick auf das Museumsquartier
Kunst- und Naturhistorisches Museum mit Blick auf das Museumsquartier






Spätestens jetzt muss man auch darauf gefasst sein, dass die Pelzmanteldichte drastisch nach oben schnellt und das Wien, das man vom Westbahnhof abwärts kennen gelernt hat erstmal Geschichte ist. Ich persönlich bin hier nicht besonders gern - zu aufpoliert sind mir die Fassaden, zu dicht das Gedränge und außerdem ist meine Zahnärztin in der Gegend, wodurch sich meine positiven Erinnerungen an das Durchschlendern des Zentrums extremstens in Grenzen halten. Aber an dieser Stelle überlasse ich gerne jedem Reiseführer das Wort, bevor ich mich hier noch in einen Strudel schreibe.

Haas Haus und Stephansdom -  im Herzen Wiens
Haas Haus und Stephansdom














Wohler fühle ich mich da schon am Donaukanal, wo man nach der pompösen Zeitreise in der Innenstadt schlagartig wieder ins Hier und Jetzt katapultiert wird. Kilometerlang säumen Graffitis die Kanalmauern und laden im unendlichen Bunt immer wieder dazu ein etwas Neues zu entdecken. Der fantasievolle Besucher entwickelt dank zahlreicher Lokale und einem Batzen Sand vielleicht sogar Strand-Gefühle. Zeit zu Entspannen und den bisherigen Tag Revue passieren zu lassen.

Donaukanal
Donaukanal













Will man den Spaziergang nach ein bisschen Müßiggang am Wasser fortsetzen empfiehlt sich ein Besuch am Karmelitermarkt - einem der ältesten Märkte Wiens. Spätestens hier hat man den touristischen Zirkus des Ersten Bezirks wieder vergessen und erfährt stattdessen eine weitere Facette dieser multikulturellen Stadt. Die Gegend ist nicht aufregend, aber das ist Wien. Die Kostbarkeiten kommen jenseits des ersten Bezirks dezent daher. Geprotzt wird hauptsächlich innerhalb des Rings. Und wieder gilt: bitte hungrig eintrudeln - hier ist erneut der richtige Ort um es sich kulinarisch gut gehen zu lassen. Zum Beispiel im Zimmer 37, Madiani oder Tewa. Süßen Gelüsten geht man eine Ecke weiter am besten im Fett und Zucker nach.

Und wer nach der ganzen Völlerei den Tag im nahen Prater auf der Achterbahn ausklingen lässt, ist mein Held!

Weitere Tipps ohne Spaziergangcharakter im Schnelldurchlauf:
Ein Besuch des Naschmarkts - Feinedinge Porzellan - ein Spaziergang zur Gloriette - der Besuch des Tiergartens Schönbrunn - die Pure Living Bakery - ein Heurigenbesuch beim Martin Sepp - die tolle Aussicht über Wien vom Kahlenberg aus genießen.

Weitere Blogposts über Wien:
Up in the Air! - Atmen nicht vergessen! - Bin kurz auf ein Eis! - Graffitis Schauen am Donaukanal - Raufgehen und Runterkommen

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