14. August 2013

Grana-Avocado-Brot

Manchmal lasse ich mich gerne hinreißen. Von schnellem, schlechtem Essen das umso besser schmeckt und von meiner Faulheit, die mich davon abhält ein paar Minuten mehr zu investieren um dann was Ordentliches zwischen den Zähnen zu haben. Soweit so gut - immerhin habe ich gerne die Ausrede "wird der Körper schon gerade brauchen" parat, nur um mir gleich das nächste Menü einer unseligen Fastfood-Kette einzuverleiben. Wenn dann nur nicht der große Jammer käme, sobald ich  nach zwei Wochen laissez fairen Essensstils dem einen oder anderen Lieblingskleiderstück entwachsen bin. Dann besinne ich mich wieder darauf, wie lecker gesundes Essen sein kann - und vor allem auch wie einfach.

Schnell ist das öde Weizenmischbrot aus dem Laden durch Vollkornbrot ersetzt und ein panschiger Aufstrich durch leckere Avocadostücke. Balsamico-Creme, Grana und feines Kräutersalz tun ihr Übriges um aus einem mittelmäßigen Sattmacher einen kleinen Geschmackszauber zu machen. Und das Beste: der Hunger bleibt einem für längere Zeit von der Pelle!







12. August 2013

Scandinavia in a Snapshot #6

Bei meiner ersten Anreise nach Schweden bin ich ganz fasziniert über die Öresundbrücke geflogen und wollte da unbedingt auch mal drüberfahren. Das habe ich dann bei meinem Besuch in Kopenhagen wenige Jahre später nachgeholt und einen Tagesausflug nach Malmö gemacht. Leider war die Aussicht aus dem Zug nicht ganz so atemberaubend wie erwartet aber wenigstens hatte ich mein Reisevorhaben erreicht und konnte einen Tag lang wieder schwedische Luft schnuppern. 

In Malmö angekommen sind wir mitten in einem Fußball-Spektakel und feierlicher Stimmung gelandet. Ich bin definitiv kein Fußball-Fan, aber diese drei kleinen Herrn fand ich sehr entzückend. Damit wünsch ich euch einen schönen, sonnigen Montag, den wir ja alle schon zur Hälfte wieder rum haben. Weitere Schnappschüsse aus Skandinavien findet ihr wie immer bei finfint.





6. August 2013

WTF ist Heimat?

Durch Daniel Rehns schönen Artikel bin ich vor kurzem auf die Blogparade von Katja Wenk zum Thema Heimat gestoßen. Und nachdem mir schon sehr lange so viele Gedanken dazu im Kopf herumschwirren habe ich kurzerhand entschlossen mit zu machen.

Wenn ich an den Begriff Heimat denke dann fühlt sich das für mich erstmal sehr schwer an. Aufgeladen, idealisiert, überfrachtet mit Erwartungen und Sehnsüchten - als gäbe es da eine Leere die wir in unserer globalisierten und angepassten Welt gerne stopfen möchten.

Innsbruck, Nordkette
Auch wenn man Heimat modernerweise immer weniger an Orten festmachen will: aber meine Heimat ist Tirol. Ski anschnallen und stundenlang die Pisten rauf und runter. Durch Wälder spazieren. Eislaufen am See. Jede freie Minute vor atemberaubender Kulisse im nahegelegenen Park oder Freibad verbringen und das Glocken-Gebimmel von Schafen das einem den Schlaf raubt. Ich sag es gleich dazu - war nicht immer alles freiwillig und spaßig - aber diese Dinge bedeuten für mich eben "dahoam". Berge wirken beruhigend auf mich und geben mir ein Gefühl der Sicherheit. Sie erden, grenzen ab, ermöglichen einen wunderbaren Weitblick und wenn man auf die Schnauze fällt dann steil bergab und es tut richtig weh. Eine Ambivalenz die in vielerlei Hinsicht in mir wohnt und die ich überall hin mitschleppe.

Die zweite Komponente meines Heimatgefühls sind natürlich sämtliche Beziehungen in meinem nahen Umfeld während meiner Kindheit und Jugend. Familie, Freunde, aber auch Lehrer, Babysitter usw. Sie bilden diese dichten Erinnerungsgeflechte und Emotionskonglomerate die mich jeden Tag begleiten und die irgendwo auch Basis meiner Gegenwart sind. Viele Einflüsse habe ich über die Jahre natürlich überdacht und verworfen, aber das ändert wohl wenig an ihrer identitätsstiftenden Wirkung.

Als ich mit 19 Jahren meine Heimat verlassen hatte war ich erstmal froh. Ich hatte das Gefühl ihr entwachsen zu wollen, vielleicht auch das Bedürfnis sie abzustreifen wie eine alte Haut um in neuen, eigenen Farben strahlen zu können (die erste Zeit war das übrigens hauptsächlich schwarz hihi). Mein Weg führte mich nach Salzburg, einen Sommer lang nach München, nach Wien, ein halbes Jahr nach Hamburg und wieder zurück in die österreichische Hauptstadt - nur um mittlerweile zu wissen, dass Tirol immer noch meine Heimat ist.

Aber wieso eigentlich? Die Erinnerungen an die vergangenen 12 Jahre sind schließlich weitaus präsenter als die meiner Kindheit und Jugend, die Freundschaften die ich mittlerweile an vielen verschiedenen Orten pflege teils viel intensiver als die Kontakte von damals. Dennoch hab ich immer das Gefühl, dass meine Freunde (Familie sowieso) von damals trotz aller Entfernung und vielleicht auch Entfremdung beträchtlich zu meinem Heimatgefühl beitragen. Sie wissen wie ich als Kind und Jugendliche war und was um mich herum in dieser Zeit passiert ist. Die blöden Geschichten lässt man bei neuen Freunden die ersten 2 Jahre vielleicht gerne weg, aber den Jugendfreunden und der Familie kann man nichts vormachen. Sie haben die schlimme Akne gesehen und den ersten Freund der überhaupt nicht zu einem gepasst hat, sind neben einem gestanden als man in der Schule verarscht wurde und durch die theoretische Führerscheinprüfung gerasselt ist (ja, jetzt ist es endlich offiziell). 

Dieses immanente Wissen anderer bedeutet für mich auch Heimat. Weil ich nichts erklären muss und einfach sein kann. Ohne Worte. Begleitet von einem verschwommenen, aufgeladenen Dickicht voller Gefühle und Bilder.

5. August 2013

Scandinavia in a Snapshot #5

Happy Montag allerseits! Heute wieder mit finfints Aktion Scandinavia in a Snapshot und einem neuen Foto aus Kopenhagen. Und es ist soweit: die seriösen Schnappschüsse gehen mir schön langsam aus und ich muss zu den erlebnisorientierteren Motiven greifen. Der Tag damals war heiß und uns ist am Weg zu dieser berühmten Meerjungfrau nach Pause und Fotoshooting gewesen. Heidi hätte wohl ein fettes Veto gegen die Aktion eingelegt, aber ich zeige euch zur Sicherheit gleich drei Fotos davon! Eitelkeit wird doch überbewertet, oder?

Kopenhangen Denmark



2. August 2013

My happy Instabites!

Sodala, zum Wochenausklang wieder happy Instabites von mir. Diesmal sind die Highlights statt Fensterblick und Stau-Action etwas Outdoor-orientierter. Da Wien durch eine ziemlich undezente Hitzewelle derzeit in eine Sahara-Außenstelle verwandelt wurde, blieb einem nicht viel übrig als aus der Stadt bzw. ans Wasser zu flüchten.

Wie vertreibt ihr euch die Hundstage? Grillt ihr euch gerne selbst einmal richtig durch, oder sucht ihr so wie ich lieber ein schattiges Plätzchen?








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